Bitterbar am Margaretenplatz: Aperitivo im früheren Café Romeo

Die Bitterbar hat am 14. August am Margaretenplatz 5 eröffnet - im Lokal des früheren Café Romeo. Wermut von Burschik, Pizza, offen Mi bis Sa ab 18 Uhr.

Am Margaretenplatz 5 im fünften Bezirk hat am 14. August die Bitterbar offiziell aufgesperrt. Sie steht dort, wo über vier Jahrzehnte lang das Café Romeo war. Geöffnet ist vorerst an vier Tagen pro Woche: Mittwoch bis Samstag ab 18 Uhr. Ein Soft Opening für die Nachbarschaft gab es bereits am 8. August.

Betreiber ist Simon M. Eder, davor als Musik- und Kulturmanager tätig. Sieben Monate dauerte der Umbau, ein Teil der alten Substanz blieb dabei erhalten: Marmor und Deckendetails aus der Zeit des Vorgängers sind noch da, die alte Leuchtschrift des Café Romeo hängt jetzt im Innenraum. Als Senior Host arbeitet Valerie Hartmann mit, zuletzt im Café Caché.

Wermut aus dem 15. Bezirk als Hausgetränk

Im Zentrum der Karte steht Wermut der Wiener Traditionskellerei Burschik aus dem 15. Bezirk. Serviert wird er auf Eis, mit Soda, als Wermut-Tonic oder als „Rosso 5". Dazu kommen klassische Aperitivi, Kaffee und Bier. Wer auf Alkohol verzichtet, bekommt nicht bloß eine Limonade aus der Flasche: Mixologe Patrick O'Donoghue hat für das Haus alkoholfreie Drinks mit selbst angesetzten Kräuterauszügen entwickelt. Bitterkeit statt Süße ist dabei die Leitlinie - ein Ansatz, den man in Wien sonst eher aus spezialisierten Cocktailbars und Weinbars kennt.

Antipasti, Sardinen und Pizza mit fremdem Teig

Gegessen wird in kleinen Portionen: Antipasti, Sardinen, Brot vom Meinklang Hofladen, Romesco mit Pimientos de Padrón. Die Pizza entsteht in Zusammenarbeit mit Pixel Pizza - der Teig für die römische Variante kommt von dort, belegt und gebacken wird im Haus. Damit liegt die Bitterbar zwischen Barbetrieb und kleiner Küche, ohne mit den klassischen Pizzerien der Stadt in Konkurrenz zu treten.

Was du vor dem Besuch wissen solltest

Tische werden nicht vergeben. Das Lokal nimmt keine Reservierungen entgegen und versteht sich als Walk-in-Adresse; nur Gruppen ab acht Personen und private Veranstaltungen können per E-Mail anfragen. Bei passendem Wetter gibt es einen Gastgarten direkt am Margaretenplatz, gezahlt werden kann bar und mit Karte.

Wer unter der Woche vorbeischaut, steht vorerst vor verschlossener Tür: Montag und Dienstag bleibt zu, und vor 18 Uhr wird nicht ausgeschenkt. Für den Herbst hat das Team längere Öffnungszeiten und ein größeres Angebot angekündigt, dazu Veranstaltungen und Pop-ups für den Bezirk. Preise sind bislang nicht veröffentlicht.